Aktivitäten im Rückblick


Kochkurs von «fit4future»
«fit4future» ist ein Programm, das Kinder zu mehr Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung motiviert.
Am 24. November durfte die Klasse 1./2.a von Stefanie Stirnimann und Margrit Jetter einen Kochkurs besuchen. 
Die Kochkursleiterin Alexandra fragte die Kinder nach ihren Erwartungen. «Spass», «keine Verletzungen» oder «ein gutes Menu» waren die Antworten.
Im praktischen Teil konnten die Schüler und Schülerinnen Früchte oder Gemüse rüsten.
Zum Znüni wurden die selbstgefertigten Fruchtspiessli gegessen. Danach machten sich die Kinder an die nächste Aufgabe: Die Salatsauce für den Hörnlisalat mischen, die Quarksauce machen, die Käse-Tomaten-Spiessli braten und das Dessert zubereiten.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen musste alles aufgeräumt, abgewaschen und abgetrocknet werden.
Dieser Kochkurs war für alle Beteiligten ein tolles Erlebnis! 

                  

Advents- und Wald-Zauber in den Kinderaugen…
Mit dem Beginn der Adventszeit geniessen die Lehrpersonen und Kinder an der Zwingstrasse die letzten Wochen in ihrem alten Kindergarten. Der  Umschwung wird während den Pausen in vollen Zügen zum Rennen und Spielen genutzt. Und den frostigen Temperaturen zum Trotz gibt es weitere Ausflüge zum Waldsofa im Schachen-Wald. Hier wird den Bäumen mit phantastischen Tongesichtern Leben eingehaucht oder es werden Muster aus Naturmaterialien gelegt. Und natürlich darf wiederum das Feuermachen nicht fehlen, damit die Kinder sich zwischen den Spielen, falls überhaupt nötig, mit einem Tee aufwärmen können.
Damit in den grossen Kindergartenklassen an der Zwingstrasse jedes Kind einmal in den Genuss kommt als «Adventskind» auserwählt zu sein, beginnt hier die Einstimmung auf die Adventszeit bereits Mitte November. Die Kinder singen gemeinsam, legen zu besinnlicher Musik ein grosses Advent-Mandala und beglücken das Adventskind mit guten Wünschen oder persönlichen Komplimenten.
In der Adventswerkstatt werden aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichen Techniken zahlreiche Sterne gestaltet. Oder die Kinder üben an diversen Posten ihre Fingerfertigkeit, holen Zahlensterne von der Raumdecke, puzzeln oder sie üben fleissig einen Fingervers. Dies alles, während die Wandschränke sich langsam aber sicher leeren und sich die Zügelkisten im Treppenhaus stapeln.
Nicht nur die Zeit bis Weihnachten scheint im Eilzugtempo vorbei zu rauschen. Auch die Tage im Kindergarten Zwingstrasse sind schon bald gezählt.

                
    

Schülerrat Kindergarten - Primarschule
Wie in den vergangenen Jahren treffen sich auch dieses Schuljahr in den Schulhäusern Eischachen und Bündtmättli regelmässig Vertreterinnen und Vertreter der Klassen im Schülerrat. Die Lernenden bekommen die Möglichkeit mitzureden und Ideen und Lösungen für den Schulalltag und das Gelingen an unserer Schule zu finden.  

Schulhaus Eischachen
Seit den Herbstferien toben sich die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Eischachen mit grosser Freude auf dem neuen Pausenplatz aus. Mit der neuen Pausenplatzgestaltung müssen aber auch einige Dinge neu abgesprochen und geregelt werden. Die Schülerräte tragen Vorschläge und Ideen aus den Klassen in den Schülerrat. Im Schülerrat besprechen und erarbeiten wir gemeinsam mögliche Lösungen für die neu entstandenen Probleme.

Schulhaus Bündtmättli
Auch im Schulhaus Bündtmättli steht das Thema Pausenplatz im Moment im Fokus. Es wurde besprochen, wie alle Schülerinnen und Schüler eine erholsame und grossartige Pause erleben können. Dafür haben alle Klassen Wünsche und Regeln einer friedlichen Pause im Klassenrat zusammengetragen. Die Ideen aus dem Klassenrat haben die Vertreterinnen und Vertreter in den Schülerrat gebracht, wo gemeinsam mögliche neue Abmachungen besprochen wurden. Weiter wird der Schülerrat im Advent aktiv werden und bei der adventlichen Stimmung im Schulhaus Bündtmättli mithelfen. 


Herbst-Freuden im Kindergarten Zwingstrasse… 
Vom Herbstwind geschüttelt oder der Schwerkraft folgend, fallen im Kindergarten Zwingstrasse seit Wochen leckere Walnüsse vom Nussbaum. Eifrig wie Eichhörnchen, die hin und wieder im Garten zu beobachten sind, sammeln die Kinder diese in den Wochen vor und nach den Herbstferien zusammen. Das gibt ein schmackhaftes Znüni!
Auch im Wald und auf dem Weg zeigen sich die Zeichen des Herbstes deutlich. Zum Beispiel da, wo Nebelschwaden über dem Wald hängen oder in grossen Regenpfützen bunte Herbstblätter schwimmen. Die Pfützen eignen sich natürlich auch hervorragend, um darin herumzustiefeln. Schade, ist es bereits zu kalt, um mit dem Wasser ausgiebig zu spielen und rumspritzen zu dürfen.
Ob bei Sonnenschein oder Regen: Die Klassen von Alma Widmer und Sara Waldispühl scheinen die Kindergartenstunden draussen und im Wald sehr zu geniessen: Hier gibt es viel zu lernen und zu entdecken: Die Kinder staunen über die Vielfalt der Bäume und suchen eifrig verschiedene Blätter, Eicheln, Tannenzapfen usw. Und hie und da lässt sich sogar ein leeres Schneckenhaus oder ein herumkrabbelndes oder auf den Baum kletterndes Tierchen entdecken.
Daneben bleibt natürlich Zeit, um gemeinsam Feuer zu machen, Fangis zu spielen oder eine der angefangenen Hütten weiter zu bauen. Dabei zeigen die Kinder nicht nur ihr handwerkliches Geschick. Sie beweisen auch ihre Teamfähigkeit: Denn um grosse Äste zu transportieren oder ins Flechtwerk der Hütte einzupassen, müssen sie sich absprechen und gemeinsam anpacken.

        

Besuch der Architektin im Schulhaus Eischachen 


Nachdem der geplante Anlass mit der Architektin des Erweiterungsbaus unseres Schulhauses Eischachen im letzten Schuljahr wegen dem Corona-Lockdown abgesagt werden musste, freuten wir uns am Freitag 16.10.20 umso mehr, dass es endlich klappte.  
Frau Barbara Müller kam zu uns 5. und 6. Klässler ins Schulzimmer. Sie erzählte uns über ihre Ausbildung zur Architektin, welche Eigenschaften man für diesen Beruf braucht, welche Fächer man an der ETH dazu studiert und wann ihr Architekturbüro Müller Mantel Architekten entstand. Sie schilderte uns ihren Arbeitsalltag und brachte verschiedene Arbeitstools wie Skizzenpapier, Doppelmeter, Farbfächer und Pläne mit. Das war alles sehr interessant, aber als Frau Müller uns einen Einblick in die brandneue 3D-Planungsart BIM (Building Information Modeling) gab, begannen die Augen aller Schülerinnen und Schüler so richtig zu leuchten. Zum Schluss erklärte uns Frau Müller noch, wie es zum Umbau des Eischachens kam, was alles gebaut wurde und was noch gemacht werden muss. Für die Fragerunde blieb nach all den spannenden Infos fast keine Zeit mehr, sodass einige Kinder immer noch Frau Müller belagerten, als bereits die nächste Klasse vor der Türe stand. Informativ, abwechslungsreich, spannend,… Kurz: Ein toller Morgen! 


Eröffnung Schuljahr 2020-21
Eischachen: Zusammen bauen – zusammenbauen
Das Thema Bauen beschäftigt das Schulhaus Eischachen auch in diesem Schuljahr. Der neue Kindergarten und die Schulhauserweiterung sind für alle sichtbar. Nun geht es darum eine Einheit zu werden. Zusammenbauen heisst unser neues Schuljahresmotto. Während die Handwerker dafür sorgen, dass aus dem alten und neuen Teil ein Gebäude wird, sind die Kinder und Lehrpersonen bemüht eine Schulgemeinschaft zu werden. So wurden an der Schuljahreseröffnung alle Kinder und Lehrpersonen, welche in diesem Schuljahr neu im Eischachen zur Schule gehen herzlich begrüsst. Jede Klasse stellte sich vor und gemeinsam bauten wir aus allen Klassen ein grosses Puzzle. Zwei Puzzleteile sind noch leer und warten auf die Kindergartenkinder und ihre Lehrpersonen, die im Laufe des Schuljahres ebenfalls zur Eischachengemeinschaft dazu stossen.

                  

Bündtmättli: You can do it! Ein neues Schuljahr hat begonnen

Mit feierlichen Worten und vielen guten Wünschen eröffnete die Schulleiterin Sabine Steinmann im Bündtmättli das neue Schuljahr. Ein gemeinsame Jahresmotto begleitet uns jeweils durch das ganze Schuljahr. Die Eröffnungsfeier ist gleichzeitig der Start zum neuen Thema.  Unter dem Motto: «You can do it» werden wir uns in verschiedenen Aktivitäten mit unseren Stärken beschäftigen. Alle Klassen haben passend zum Jahresmotto an der Eröffnungsfeier einen Wunsch vorgetragen. Dieser wurde an einen Traumfänger gehängt. Ob er uns wohl hilft, das zu erreichen, was wir uns vorgenommen haben?
Es gehört zur Bündtmättli-Tradition, dass die Kindergärtler besonders begrüsst werden. Alle 6. Klässler bildeten ein Spalier mit Sonnenblumen unter welchem die Kindergartenkinder hindurch gingen. Mit viel Applaus zogen sie in die Schule ein. Herzlich Willkommen im neuen Schuljahr.

              
            

Mit Spiel und Spass den Sommerferien entgegen
Mit der Wiederaufnahme des Präsenz-Unterrichtes am 11. Mai 2020 durften sich die Kinder im Kindergarten Zwingstrasse über zahlreiche Aktivitäten freuen. Dabei wurde nach dem langen Fernunterricht vor allem das Zusammensein mit den vielen Gspändli wieder so richtig genossen. Im Rahmen des Themas «Garten» machten sich die Knirpse auf Entdeckungsreise und beobachteten und spürten, was da alles so krabbelt, kriecht und fliegt. Mit grosser Freude war zu beobachten, wie sich dabei bei einigen Kindern die anfänglichen Vorbehalte oder gar Ekel in staunendes Interesse sowie Entdeckungsfreude verwandelten.

Weitere Höhepunkte waren natürlich die Mini-Kindergarten-Reise an den Schwelli-See sowie die Waldausgänge, welche dank den gelockerten Covid-19-Massnahmen doch noch möglich wurden. Dabei lebten die Kinder zum Beispiel beim Hüttenbauen, formen von Dreckkugeln oder Springseil-Springen mit Stecken statt Seilen ihre Kreativität und Bewegungsfreude aus.
Während das anschliessende Sauberkriegen im Wald nicht so leicht war, gelang dies dafür bei der Wasserschlacht im Kindergarten umso besser. Klar, dass es dabei nicht nur reichlich nass, sondern auch ziemlich lustig zu und her ging. Neben dem Spielen und Herumtoben gab es in den letzten Wochen zudem Vieles zu Putzen und Aufzuräumen.
Die letzten Wochen gemeinsam im Kindergarten waren ein Geschenk und viel zu schnell vorbei. Vor allem für jene Kinder, welche nun von Freund*innen Abschied nehmen mussten, weil sie im kommenden Schuljahr nicht mehr dieselbe Klasse besuchen werden. Anderseits darf sich mit dem neuen Schuljahr auch jedes Kind wieder auf neue interessante Gspändli freuen.

                 

               

Schule auf dem Bauernhof
Im Zeitraum vom März bis Juni besuchten die drei Unterstufenklassen vom Schulhaus Eischachen den Bauernhof Ammergehrigen der Familie Wyss. Die Kinder bekamen einen Einblick in viele Arbeiten auf einem Hof. Sie waren begeistert von diesem Schulmorgen ausserhalb des Schulhauses.

          

                

Schulreise der Klasse 6b Eischachen
Gut gelaunt und hoch motiviert startet unsere Schulreise pünktlich um 8.15 Uhr beim Schulhaus Eischachen. Unser Weg führt uns zuerst an der kleinen Emme vorbei bis zum Schwellisee, wo die ersten Kinder schon ihren kleinen Hunger stillten. Danach begann für uns der Aufstieg nach Schwarzenberg. Die Zeit verflog wie im Flug und nach knapp 2 Stunden erklommen wir den Berg. Trotz der Hitze liessen wir uns die Vorfreude für die Mittagsüberraschung nicht nehmen. Auf dem Schwarzenberg angekommen, war der letzte Etappenabschnitt bis zur Liefelen ein Klacks für uns.  Unter dem Sonnenschutz des Waldes konnten wir uns erholen und begannen in Gruppen, unser Mittagsessen vorzubereiten. Auf dem Menüplan standen ein feines Risotto und Schlangenbrot. Einige Schülerinnen und Schüler ergänzten dieses Festmahl mit einer Wurst auf dem Feuer. Gestärkt und mit vollen Bäuchen machten wir uns auf, den Rückweg in Anspruch zu nehmen. Was wir zu dieser Zeit noch nicht wussten, war dass unser Weg bei der Haltestelle des Postautos endete und wir uns nach Malters chauffieren lassen durften. In Malters angekommen wartete die letzte Überraschung auf uns. Von unserer Klassenlehrperson, Heidy Zihlmann, erhielten wir eine süsse Überraschung. Ein feines Cornet oder eine Wasserglace wurden allen Schülerinnen und Schüler offeriert. Mit tollen Eindrücken und vielen schönen Momenten als Klasse 6b schlossen wir unsere letzte Schulreise im Eischachen ab.

               

Fernunterricht
Berichte aus den verschiedenen Standorten

Bündtmättli: Umstellen auf Heimunterricht
Am 16. März trafen sich alle Lehrpersonen im Singsaal Bündtmättli um erste detaillierte Informationen der Schulleitung bezüglich Schulschliessung anzuhören. Die Betroffenheit war gross. Alle Eltern wurden aufgefordert, die Betreuung ihrer Kinder selbst zu organisieren. Und so war man gespannt, wie viele Kinder die Schule auch weiterhin hüten durfte. Es waren wenige. Die Unterstützung der Eltern ist gross und sie nehmen verantwortungsbewusst die Herausforderung an.
An diesem Montagmorgen klärten die Lehrpersonen in ihren jeweiligen Stufenteams, wie sie künftig den Unterrichtsstoff in geeigneter Form den Schülern und Schülerinnen zur Verfügung stellen wollen. Ideen und Materialien wurden ausgetauscht, damit Kinder zu Hause lernen können, digital und analog.
In der Zwischenzeit haben alle bereits Erfahrung mit ihrer neuen Lernform und wir haben nachgefragt. Kinder schreiben, dass sie den Schulort vermissen, obwohl sie sich gut auf die Schulschliessung einstellen konnten. «Am Anfang fühlte es sich wie Ferien an, doch jetzt vermisse ich meine Gspändlis» erklärt ein Junge. Die Mutter von Saskia und Nora berichtet von ihren Strukturen zu Hause. «Wir haben einen Stundenplan mit Lern – und Freizeit zusammengestellt. Spätestens um 9:00 Uhr beginnt bei uns die Lernzeit. Ich bin überrascht, wie gut das funktioniert. Einmal mehr erleben wir, dass vieles machbar ist. Am Nachmittag müssen die Mädchen nochmals 2 Lektionen arbeiten, manchmal auch länger. Wir haben einen guten Rhythmus gefunden. Es bleibt auch genügend Zeit für Kreatives, zum Spielen und zum Bewegen. Nichts tun gehört da auch dazu, das ist wichtig.  Dass wir heute die digitalen Möglichkeiten haben ist schon toll. Doch das soziale Umfeld für die Kinder fehlt. Uns wird bewusst, dass die Schule eine starke soziale Funktion hat.»
Eine andere Mutter erzählt, wie sie versucht die Betreuung der Kinder und ihre beruflichen Aufgaben zu koordinieren. « Ich muss flexibel sein und wir improvisieren. Abends, wenn die Kinder im Bett sind, hänge ich noch ein paar Stunden an. Es ist anstrengend, doch es wird sich einspielen».
«Wann dürfen wir wieder in die Schule kommen», fragt ein Zweitklässler seine Lehrerin. Wir wissen es nicht aber hoffentlich schon bald.
Danke an die Erziehungsberechtigte,
die zu Hause ihre Kinder beim Lernen, Planen und Organisieren unterstützen,
die täglich versuchen, alles unter einen Hut zu bringen,
die dafür sorgen, dass die Aufträge der Schulen rechtzeitig abgeliefert werden,
die mit ihren Kindern lesen, rechnen, schreiben, basteln…….

            

Eischachen: Schule ohne Kinder- Unterricht ohne Lehrpersonen
Die Zeit des Fernunterrichts aus der Sicht von Lehrpersonen, Eltern, Schülerinnen und Schüler
Aufgrund der bundesrätlichen Massnahme gegen die Ausweitung des Coronavirus findet an den Schulen seit dem 16. März kein Präsenzunterricht mehr statt. Die Schule hat den Auftrag die Schülerinnen und Schüler mittels Fernunterricht zu unterrichten. Eine sehr spezielle und herausfordernde Zeit für die Kinder, Eltern und Lehrpersonen. 

Aus der Sicht einer Lehrperson
Nach dem ersten Schock über diese einschneide Massnahme machten wir uns motiviert und mit viel Elan an die Aufgabe einen möglichst guten Fernunterricht zu gestalten. Anfänglich gab es viel Organisatorisches zu klären. Welches Kommunikationsmittel wählen wir, welche Aufgaben eigenen sich für den Fernunterricht, wie lässt sich die Arbeit der Schülerinnen und Schüler überprüfen, wie können wir die Kinder unterstützen, wenn sie Hilfe benötigen, wie vermitteln wir neue Lerninhalte…? Hilfreich war es, dass wir uns untereinander austauschten und uns gegenseitig unterstützten konnten. So waren die letzten Wochen für uns alle, vor allem im IT Bereich, ein grosses Lernfeld. Schön waren die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler, die uns immer wieder motivierten nach weiteren kreativen Lösungen zu suchen. Dennoch die Zeit im ruhigen und leeren Schulzimmer und zuhause im HomeOffice bleiben ungewohnt. Ich vermisse die Schülerinnen und Schüler. Die Kontakte mit den Kindern und Eltern per Telefon und Mail gibt mir einen kleinen Einblick, wie es den Kindern geht und bieten die Möglichkeit bei Fragen zu helfen. Dennoch ersetzen sie den direkten Kontakt nicht. Wenn ich spüre, dass bei einem Kind sehr viele Fragen auftauchen, die Arbeitsaufträge nicht gelöst werden und das Kind Mühe hat die Arbeitsaufträge einzuteilen, beschäftig es mich, dass ich nicht direkt vor Ort unterstützen kann. Deshalb hoffe ich, dass die Zeit des Fernunterrichts bald vorbei ist und wir wieder unter gewohnten Bedingungen arbeiten können.

Aus der Sicht von Schülerinnen und Schüler die die Betreuung der Schule in Anspruch nehmen
Wir sind fünf Kinder, die in der Schule betreut werden, da unsere Eltern ausser Haus arbeiten müssen. Es ist sehr speziell hier zu sein. Manchmal kommt man gerne und manchmal wäre man lieber zuhause. Spannend ist es, dass man mit Kindern von der 1. bis zur 6. Klasse zusammen ist, mit denen man bis jetzt noch fast nie etwas zu tun hatte. Meistens sind wir im Handarbeitszimmer am Nähen und Basteln. Manchmal machen wir auch Spiele, gehen in die Bibliothek oder bauen etwas mit den Kapplas. Der normale Schulalltag gefällt uns aber besser.

Aus der Sicht eines Schülers der 5. Klasse
- "Ich vermisse meine Kollegen."
- "Ich finde es blöd."
- "Ich kann mich zu Hause nicht so konzentrieren wie in der Schule."
- "Es ist blöd, dass ich nicht mit anderen Kindern abmachen kann."
- "Mir fehlt das Handballtraining."
- "Gut ist, dass ich nicht immer das Schulzimmer wechseln muss."
- "Ich habe weniger Hausaufgaben als in der normalen Schulzeit. Das ist cool."

Aus der Sicht einer Mutter von zwei Kindern (5. und 7. Schuljahr)
Positiv am Unterricht zu Hause, an der unterrichtsfreien Zeit finde ich, 
... dass ich mitkriege, wo das Kind Schwierigkeiten hat, darauf reagieren kann und somit am Kind "arbeiten" kann.  
... dass sich das Kind zu Hause besser konzentrieren kann. 
... dass sich eine Gemütlichkeit eingestellt hat, da Trainings und andere Termine entfallen. 
... dass das Kind die selbständige Aufgabeneinteilung erlernt.
Es gibt aber auch eine Kehrseite:
- Zeitweise muss man als Mutter um die Akzeptanz als vorübergehende "Lehrperson" kämpfen. 
- Der Abstand zum Kind fehlt gelegentlich. 
- "Früher" war es so schön, wenn das Kind gut gelaunt von der Schule nach Hause kam. Jetzt können wir nicht auf die Klasse als "Aufsteller" zurückgreifen und deshalb springe ich manchmal selber als "Stimmungsaufheller" in die Presche.

Aus der Sicht einer Schülerin der 2. Klasse
Ich finde den Fernunterricht cooler als Schule, weil ich am Nachmittag spielen kann. Ich erledige am Morgen alle Hausaufgaben. Am Freitag habe ich trotzdem Gitarrenunterricht übers Natel. Blöd finde ich es manchmal, wenn ich lieber spielen möchte und dann Hausaufgaben erledigen muss. Ich vermisse meine Freundinnen. Ich habe bereits Muffins, einen Osterfladen und Brot gebacken und beim Bügeln und Kochen geholfen.

Aus der Sicht einer Schülerin der 5. Klasse
Mir gefällt der Fernunterricht, weil ich in meinem eigenen Tempo lernen kann. Ich kann so jeden Tag so viel arbeiten wie ich will und habe viel Freizeit. In der Freizeit lese ich viel, backe Muffins und Kuchen und koche für meine Familie. Die Arbeiten am Computer mit learningview.org und dem bookcreator finde ich cool. Wenn ich am Mittwoch die zu erledigen Aufgaben für die folgende Woche erhalte, schreibe ich sie in meinen Hausaufgabenplan. So arbeite ich jeden Tag ca. 3 Stunden und habe keinen Stress, dass ich bis zum Abgabetermin nicht fertig werde. Trotzdem vermisse ich meine Freundinnen, die Gruppenarbeiten und Spiele, die den Unterricht auflockern. Ich freue mich darauf, wenn die Schule wieder startet.
Ein wenig stressig finde ich, dass ich nun zwei Mal in der Woche für 20 min Musikunterricht habe. So muss ich fast täglich mein Instrument üben.

Aus Sicht einer Mutter von drei Kindern (5., 6., 8 Klasse.)
Es beeindruckt mich sehr, wie selbständig, diszipliniert und auch motiviert unsere Kinder mit dem Home Schooling umgehen. Die Hilfe von uns Eltern ist selten gefragt, am ehesten für Problemlösungen am Computer. Wir erkundigen uns zwischendurch an was sie arbeiten und was ihr Tagesziel ist. Die Arbeitseinteilung und die Verantwortung haben wir bewusst den Kindern überlassen. Hilfreich war sicher, dass wir von Anfang an unseren gewohnten zeitlichen Tages-Rhythmus beibehalten haben.  Weil sehr viel mehr Zeit in der Familie stattfindet, ist es viel einfacher, die Kinder in die Gestaltung des Alltags, mit all den anfallenden Haushaltsarbeiten, miteinzubeziehen.
Natürlich gibt es auch schwierige Momente. Z. B. wenn ein Dokument nicht richtig abgespeichert wurde und nicht mehr auffindbar ist oder alle sich nur noch auf die Nerven gehen. Dann fehlen die Aussenkontakte sehr. Auch erfordert diese Schulform vor allem bei Jugendlichen eine intensive Mediennutzung. Die Abgrenzung zwischen Nutzung und Konsum ist nicht immer klar und führt zu Konflikten.
Ein grosses Dankeschön und Lob gebührt den Lehrpersonen. Trotz der Distanz schaffen sie es, die Kinder im Rahmen der erschwerten Möglichkeiten im Lernen zu begleiten und zu unterstützen.

Aus der Sicht einer Schülerin der 5. Klasse
Am Anfang fand ich das Home Schooling noch cool, weil ich zu Hause bleiben darf und den Lernstoff selber einteilen kann. Aber nach ein paar Tagen ist es nicht mehr so toll, weil ich die Kollegen nicht sehen kann und nur in meinen 4 Wänden wohne. Ich hoffe die Schulen machen so bald wie möglich wieder auf, weil ich meine Kollegen wieder sehen möchte und es langsam nicht mehr lustig ist die ganze Zeit nur mit der Familie zu sein. Und es wäre auch wieder einmal schön das Schulhaus zu sehen, denn das Eischachen ist am Umbauen.